Vier Jahre Bloggen: Ein Rückblick

Jedes Jahr, wenn ich meinen Rückblick-Artikel verfasse, komme ich ins Staunen. Ist wirklich schon wieder ein ganzes Jahr vergangen? Gibt es das Blog nun tatsächlich schon geschlagene vier Jahre? Aber die Zahlen lügen nicht. Am 12. Januar 2014 ging hier der erste Blogbeitrag online. Seitdem, vor allem auch im letzten Jahr, ist viel passiert. Es gab technische Umstellungen, optischen Feinschliff, redaktionelle und persönliche Veränderungen und natürlich neue Blogbeiträge und Kommentare. Zum vierten Mal nehme ich euch daher mit hinter die Kulissen von DeathMetalMods.de und berichte, was sich getan hat und was für 2018 ansteht. Zu allererst sage ich aber natürlich: Vielen Dank allen neuen und alten Leserinnen und Lesern für das Interesse und die Treue im Jahr 2017!

Technische Veränderungen

Rein optisch hat sich im vergangenen Jahr 2017 nicht viel getan. Das Design, das ich zuletzt 2015 aufgefrischt habe, entspricht im Großen und Ganzen – abgesehen von den immer noch zu niedrig auflösenden Headerbildern – noch immer meinen Vorstellungen. Im Hintergrund habe ich aber bereits ein neues Thema in Arbeit, das ich vielleicht in diesem Jahr fertigstellen und freischalten werde.

Hinter den Kulissen hat sich dann allerdings doch etwas mehr getan. Zu nennen wären da insbesondere zwei Veränderungen. Erstens und wohl am Wichtigsten: Das Blog hat endlich ein SSL-Zertifikat bekommen. Am 28.01.2017 konnte ich die freudige Nachricht twittern, dass der Zugriff auf das Blog nun vollständig über eine verschlüsselte Verbindung erfolgt. Dank der Anleitung von Mathias Papst klappte die (nachträgliche) Anpassung des Blogs zum Glück reibungslos und Qualys vergibt dem Blog nun ein A-Rating.

Seit Januar mit SSL-Verschlüsselung

Die zweite große Veränderung war im März 2017 der Abschied von meinem rudimentären Statistiktool „Statify“ und der Wechsel zu Piwik als Werkzeug zur Messung der Zugriffszahlen. Das war kein ganz leichter Schritt, denn ich habe mich immer sehr darum bemüht, dieses Blog auf maximale Datensparsamkeit auszurichten. Meine Besucherinnen sollen so wenige Spuren wie mögliche auf dem von mir gemieteten Webserver oder bei Dritten hinterlassen. Gegenüber Cookies, Drittanbieter-Plugins oder sonstigem Embedded-Content habe ich mich deshalb immer verweigert.

Das Piwik-Dashboard im Überblick

Piwik hat mich gezwungen, davon etwas Abstand zu nehmen, denn das Tool benötigt, ähnlich wie Google Analytics, Cookies. Mit seiner Hilfe werden z.B. wiederkehrende Besucherinnen erkannt oder der Klick-Weg durch das Blog sowie die Lesedauer nachvollzogen. Der große Vorteil bei Piwik ist dabei, dass die Software vollständig lokal auf dem von mir gemieteten Server läuft. Werbenetzwerke, Trackingdienste oder Affiliate-Partner haben also keinen Zugriff. Solange mein Serverhoster nicht eigenmächtig Unfug treibt, kann also lediglich ich als Admin der Seite die Daten einsehen. Für alle, die sich für weitere Hintergründe zu Piwik (als Alternative zu Google Analytics) interessieren: Die Vorteile und meine Gründe für den Einsatz von Piwik habe ich schon ausführlich in meinem erklärenden Blogbeitrag anlässlich des Umstiegs erklärt.

DMM ist nun auch bei Mastodon vertreten

Rein optisch ist dann doch jedenfalls ein Detail hinzugekommen: Die Social-Media Buttons habe ich Ende des Jahres 2017 durch neue hochauflösende Bilder ersetzt und vor allem auch Mastodon hinzugefügt.

Bei Mastodon findet ihr jetzt ebenfalls eine offizielle DMM-Präsenz, könnt mit einem Abo auf dem Laufenden bleiben und mit dem Blog interagieren ohne Google+ oder Twitter nutzen zu müssen. Ich plane, zu Mastodon und den Vorteilen von dezentralen Diensten auch noch ein ausführliches Editorial zu bringen.

Zahlen und Daten

Die Umstellung auf SSL und auch der Einsatz von Piwik haben deutliche Auswirkungen auf die Zahlen und Daten, die ich für 2017 berichten kann. Dank der detaillierteren Informationen, die mir Piwik liefert, kann ich zunächst einmal sagen, dass seit März 2017 insgesamt über 94.000 einzelne Besucherinnen („Unique Visitors“) das Blog besucht haben. Insgesamt dürften es im Jahr 2017 also deutlich über 100.000 gewesen sein. Im Schnitt wären das dann gut und gerne 10.000 individuelle Besuche pro Monate. Das ist natürlich nicht wahnsinnig viel, wenn man sich die täglichen Zugriffszahlen anderer kleiner und mittelgroßer Blogs ansieht. Angesichts dessen, dass das Blog nach wie vor rein als Hobby betriebenen wird, empfinde ich das aber doch als eine stolze Zahl.

Die Unique Users seit Einführung von Piwik (Stand 12.01.2018)

Wer diese neuen Zahlen von Piwik allerdings mit denen vergleicht, die ich in meinem letzten Rückblick anhand von Statify vermeldet habe, sieht sofort, warum der Wechsel auf Piwik so nötig war. Während Statify teilweise 4.000 Zugriffe pro Tag (!) vermeldete, erkennt Piwik stattdessen ca. 400 eindeutige, individuelle Besuche täglich. Der Unterschied dürfte sein, dass Bots, Web-Crawler, Spam & Co von Piwik nicht in gleicher Weise mit in die Statistik aufgenommen werden, wie es bei Statify der Fall gewesen zu sein scheint. Zusätzlich sanken die Zahlen nach der Einbindung des SSL-Zertifikats deutlich, was wohl an gewissen (Spam-)Bots liegt, die SSL-verschlüsselte Seiten anders behandeln als unverschlüsselte Webseiten. Die jetzigen Zugriffszahlen dürften insgesamt also sehr viel näher an der Realität liegen.

Außerdem gibt es natürlich auch die Möglichkeit, hier im Blog der Erfassung durch Piwik zu widersprechen oder via Do Not Track gleich pauschal abzulehnen. Nutzerinnen, die davon Gebrauch machen, tauchen also in der Statistik gar nicht auf. Ich will daher nicht ausschließen, dass die echten Zugriffszahlen (erheblich?) höher sind. Der eigentlich Grund für den Einsatz von Piwik waren aber ohnehin nicht die genaueren Zugriffszahlen. Viel mehr hat mich interessiert, von welchen Geräten, mit welchen Betriebssystemen oder an welchen Displays ihr dieses Blog lest.

Die Anteile der Betriebssysteme bei den Blogbesuchen

Und die diesbezüglichen Daten sind in der Tat recht spannend. Aktuell stammen beispielsweise bemerkenswert viele (nämlich knapp über die Hälfte) der Zugriffe von Desktop-Systemen (Windows und Macs). Das führe ich darauf zurück, dass ich immer noch viele Themen aufgreife, die Macbooks, macOS, Windows-Rechner oder auch PC-Gaming und -Modding betreffen. Bei den Smartphones dominieren hingegen die Zugriffe von iPhones, gefolgt von Samsung-Geräten. Aber auch Huawei, Google-Smartphones oder Geräte von HTC und LG sind vertreten. Ich bin insgesamt froh, dass sich Android und iOS sowie Desktop und Mobile letztlich doch die Waage halten, weil das auch meinen eigenen Interessen entspricht. Da ich insbesondere die Zugriffe von den jeweiligen Smartphone-Typen interessant finde (und ihr vielleicht auch), habe ich auch noch einmal eine genaue Auflistung der Jahreszugriffe pro Hersteller eingefügt:

Die Anteile der Gerätehersteller bei den Blogbesuchen

An dieser Statistik finde ich besonders bemerkenswert, dass Nokia es bei den (erkannten) Herstellern auf Platz 3 schafft. Ich gehe davon aus, dass es sich dabei nicht um die neuen Nokia-Androiden handelt, sondern dass diese knapp 1800 Zugriffe die Gruppe der (verbliebenen) Windows Phone Nutzer repräsentiert. Das freut mich dann doch mehr als ich gedacht hatte, weil Microsofts Mobile-System seit den Anfangstagen dieses Blogs einen besonderen Platz in meinem Tech-Herzen hat(te) und ich dessen Aussterben – trotz aller Kritik an Microsoft – durchaus immer noch bedauere.

Zugriffe von Geräten, die sich ausdrücklich mit Displays der Auflösung 3840 x 2160 (4K, UHD) selbst identifizierten, gab es seit Aufzeichnungsbeginn übrigens gerade mal 66. Es überwiegen ansonsten die klassischen Auflösungen als Vielfache von 360 x 640 (720p, 1080p) sowie die krummen Macbook- und iPhone-„Retina“-Auflösungen.

Keine Überraschungen gab es schließlich bei den Betriebssystemversionen. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Beitrags kam die derzeit aktuellste (im Sommer 2017 veröffentlichte) Android-Version („Oreo„, also 8.0 und 8.1) gerade einmal auf 440 bzw. 73 Zugriffe während das erst später im Herbst 2017 veröffentlichte iOS 11 bereits auf über 2500 Zugriffe kommt. Meine vielfach geäußerte Kritik am Update-Chaos schlägt sich also in erschreckender Deutlichkeit auch in den Zugriffszahlen hier im Blog nieder. Dabei dürften die Zahlen von Android Oreo sogar noch überdurchschnittlich hoch sein, denn immerhin handelt es sich hier um einen Technikblog mit entsprechend affinem Publikum.

Inhalte und redaktionelle Veränderungen

Im Jahr 2017 sind zu den bis dahin veröffentlichten 196 Beiträgen zusammen mit diesem hier noch einmal 32 Beiträge hinzugekommen, so dass derzeit 228 Beiträge hier veröffentlicht wurden. Als 2ooster Beitrag wurde im Februar 2017 übrigens der Testbericht zur Samsung Gear S3 Frontier veröffentlicht. Dieser Testbericht ist für das Jahr 2017 auch aus einem anderen Grund bedeutsam, denn er stammt nicht von mir, sondern von Benny, einem von drei Gastautoren, die seit Start des Blogs hier Beiträge veröffentlicht haben. Die Zeiten, in denen ich selbst ein bis zweimal die Woche neue Beiträge veröffentlichen konnte, sind nämlich leider vorbei.

Ohne meine Mitautoren (bisher leider keine Mitautorin) müssten viele mögliche Artikel oder Testberichte auf der Strecke bleiben, da gerade die aufwändigen Arbeiten an den langen Reviews viel Zeit und Mühe kosten. Trotzdem gibt es noch immer viele Reviews und Testberichte, die ich mangels Zeit nicht angehen kann, obwohl PR-Agenturen Geräte bereitstellen würden. Sogar Einladungen zu Produktvorstellungen („Launch Events“) musste ich schon ausschlagen. Ich freue mich daher, dieses Jahr mit Benny und Lurz zwei weitere Gastautoren gewonnen zu haben, die mit eigenen Beiträgen den Blog bereichert haben. So bekam ich die Chance, mich persönlich mehr auf Editorials zu konzentrieren, die das klassische Gadget-Universum auch einmal verlassen und sich mit meiner beruflichen (juristischen) Sphäre überschneiden. Die Beiträge zu Whatsapp und dem Adressbuch-Problem oder auch zu Dateneigentum und meinen Bedenken gegenüber Face ID wären dafür Beispiele.

Privater Twitter Account vom Blog getrennt

Das Stichwort „Beruf“ ist auch ansonsten ein gutes. Mittel April habe ich mich entschieden, den Twitter-Account dieses Blogs, der bis dato gleichzeitig auch als privater Account diente, von meiner Person zu lösen und privat unter einem eigenen Account zu twittern. Dem Blog-Account hat das nicht geschadet. Am 04. Dezember 2017 hat der DMM-Twitter-Account erfreulicherweise die Grenze von 400 Followern überschritten und wächst seitdem langsam, aber stetig, weiter.

Trotz der Unterstützung durch die Gastautoren gab es im Jahr 2017 letztlich aber doch nur knapp über 30 neue Artikel. Besser sieht es bei den Kommentaren aus. Zu den bis Anfang 2017 etwa 800 Kommentaren sind noch einmal fast 300 hinzugekommen, was ich ganz ausgesprochen klasse finde. Das bestärkt mich darin, nicht zu jeden kleinen Neuigkeit der Technikwelt meinen Senf dazuzugeben, sondern stattdessen ausgewählte Themen intensiver zu bearbeiten, um damit (hoffentlich) angeregte Diskussionen anzustoßen. Soviel ist und bleibt nämlich klar: Ich genieße es weiterhin, hier im Blog spontan und nach eigener Lust und Laune über das zu schreiben, was mich wirklich interessiert, aber dabei nicht zu jeder News einen mehr oder weniger inspirierten Beitrag absetzen zu müssen. Von den Artikeln, die dieses Jahr veröffentlicht wurden, haben die beiden Artikel (1,2) zu Lineage OS, meine Selbstzweifel als macOS-Nutzer und das Review zum LG G6 übrigens das meiste Feedback hervorgerufen. Man sieht also: Die aufwändigen Testberichte (besonders mit dem zum LG G6 habe ich mir viel Mühe gemacht) sind nicht immer die Beiträge, die besonders viel Interaktion hervorrufen.

Ausblick auf das 2018

Für 2018 dürfte die Richtung eindeutig sein: Sofern nichts Unvorhergesehenes passiert, wird es auch 2018 weitere Meinungen, Beiträge und Testberichte geben. Im Umfang vermute ich, nicht wirklich mehr Zeit zu finden, als ich es dieses Jahr tat. Es bleibt aber dabei, dass ich – wann immer mich Themen aus der Technikwelt besonders ansprechen – zur Tastatur greifen und mich hier austoben werde. Nach mittlerweile vier Jahren ist das Blog eine nicht mehr wegzudenkende Ausdrucksform für mein Interesse an allem, was unseren Alltag digital prägt.

Während es lange allerdings (vorrangig) um den spielerischen Aspekt all der Gadgets ging, die hier im Blog durch meine Finger gehen, merke ich mittlerweile, dass mich die Metaebene mindestens genauso viel (wenn nicht mehr) interessiert. Was bedeutet z.B. die biometrische Gesichtserkennung des neuen iPhone X für unsere Gesellschaft? Wem gehören die Daten (überhaupt jemandem?), die wir in unserem digitalen Leben produzieren? Und wie können wir uns unabhängiger von den goldenen Käfigen der Silicon Valley Konzerne machen? Neben den eigentlich Testberichten und Reviews sind das die Fragen, die mich mehr und mehr beschäftigen und denen ich mich neben den gewohnten Testberichten und Reviews auch 2018 verstärkt widmen werde.

Im kommenden Jahr 2018 will ich aber auch noch einmal konkret darüber nachdenken, das Blog rechtlich zu verselbstständigen und mich bewusst auf die Suche nach möglichen Autoren zu machen, die Interesse haben, sich kritisch mit all den Testgeräten auseinander zu setzen, zu denen ich selbst mangels Zeit keinen Artikel schreiben könnte. Wie weit ich damit dieses Jahr komme, wird sich zeigen, denn mir ist letztlich doch wichtiger, dass die Artikel hier ihre kritische Qualität behalten und das Blog vor allem auch sein politisch, engagiertes Profil behält. Klasse statt Masse bleibt also das Motto.

Egal, wie sich die Besetzung hier im Blog in Zukunft ändert: Ich hoffe, mit den Editorials, Testberichten und Bastelartikeln weiterhin auf Interesse zu stoßen und freue mich ganz besonders auf jede Form von Feedback hier in den Kommentaren, in sozialen Netzen oder per E-Mail. Ich bedanke mich, auch im Namen der Gastautoren, zum Schluss nochmal für das Interesse und die Zeit, die ihr alle in das Lesen des Blogs investiert habt. Ich hoffe, wir lesen uns alle im fünften Jahresrückblick Anfang 2019 wieder.

Bis dahin.

See you in the comments!

 

 

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