BQ Aquaris X2 – Mein Testbericht zum Hoffnungsträger aus Spanien

Wenigen Testgeräten fiebere ich tatsächlich bewusst entgegen. Die meisten Leihgeräte interessieren mich zwar sehr (sonst würde ich sie bei den PR-Agenturen auch nicht anfragen), aber nur wenige stechen so richtig heraus. Die Geräte, die es dann doch tun, sind in der Regel solche, die meinem persönlichen Geschmack besonders nahe kommen und die ich unter Umständen sogar privat anschaffen würde. Das neue Aquaris X2 von BQ, um das es in diesem Testbericht gehen soll, ist eines dieser besonderen Geräte.

Woran liegt das? Das Smartphone des spanischen Herstellers verbindet einfach eine ganze Reihe an Eigenschaften, die mich persönlich interessieren: Es ist verhältnismäßig handlich, läuft mit reinem Android One, liegt preislich im attraktiven Bereich um die 300 € und bringt auch technisch eigentlich (fast) alles mit, was ich aktuell von einem alltagstauglichen Android-Smartphones erwarte. Für mich war das BQ Aquaris X2 daher seit seiner Vorstellung im Mai 2018 ein heißer Anwärter auf meine neue Standard-Empfehlung im preisbewussten Midrange-Bereich. Ob die Spanier von BQ meine Hoffnungen erfüllt oder enttäuscht haben, lest ihr in diesem Testbericht. Mein Dank geht dabei an das PR-Team von BQ, das mir das Gerät für 6 Wochen bereitstellte.

Die technischen Rohdaten

Alle Daten zum BQ Aquaris X2
Displaygröße  5.65 Zoll
Auflösung 1080 x 2160 (428 PPI)
Gehäuse 150,7 x 72,3 x 8,25 mm (163 g, IP52)
Prozessor Qualcomm Snapdragon 636 (8x 1.8 GHz)
Grafik Adreno 509
Arbeitsspeicher 3 GB / 4 GB
verbauter Speicher 32 GB / 64 GB
Kameras Haupt: Dual-Kamera mit 12 MP + 5 MP
(je ƒ/1.8, 1.29 μm/Pixel)
Front: 8 MP
(Blende ƒ/2.0) mit Blitz
Akku 3100 mAh (Quick Charge 4+)
Farben schwarz, weiss
Datennetz 4G+ (Cat 6) mit Band 1, 3, 8 und 20
WLan 802.11b/g/n/ac
(Dualband mit 2,4 GHz und 5 GHz)
Bluetooth 4.0 mit A2DP und LE
GPS GLONASS / GALILEO
NFC Ja
Betriebssystem (Stand: 02.09.2018) Android 8.1 (Oreo)
Preis (Stand: 02.09.2018) ca. 320 €

Design, Verarbeitung und Handhabung

Mein Flirt mit dem Aquaris X2 begann direkt beim Design. Hier hat BQ meiner Ansicht nach so gut wie alles richtig gemacht. Das Display ist mit 5,65 Zoll nicht zu groß, um noch ansatzweise mit einer Hand bedienbar zu sein, was vor allem daran liegt, dass es im schmalen 18:9 Format daher kommt. Das führt zu einer verhältnismäßig gut mit einer Hand fassbaren Gerätebreite von nur 72 mm. Und das freut mich als Einhand-Smartphone-Fan natürlich.

Eingerahmt wird das Display von einem Rand, der angesichts des Preises angemessen schlank ist und dem Gerät einen modernen Look verleiht. Der seitliche Gehäuserahmen ist obendrein aus Metall gefertigt, beherbergt angenehm feste Standby- sowie Lautstärke-Tasten und ist erfreulicherweise Weise nicht zu rundlich, so dass man das Aquaris X2 gut im Griff hat. Auf der Rückseite geht der Rahmen dann in die Plastikrückseite über. Das ist im Übrigen auch der einzige äußerliche Unterschied zum Aquaris X2 Pro, das BQ zeitgleich in den Verkauf gegeben hat. Dort ist die Rückseite aus Glas.

Auf eben dieser Rückseite bedient sich BQ optisch recht großzügig am Kamera-Arrangement des iPhone X, was mich persönlich aber nicht stört; Im Gegenteil: Die Rückseite wirkt dank dieser „Inspiration“ modern und zeitgemäß. Der ebenfalls rückseitig verbaute Fingerabdrucksensor ist zudem gut positioniert und angenehm groß. Abgerundet wird die Hardware mit einem seitlichen Dual-Sim/SD-Karte-Kombifach, einem USB-C Anschluss an der Unterseite und Stereo-Lautsprechern. Beim USB-C Anschluss zeigt BQ mit einer kleinen Plastikeinrahmung obendrein erwähnenswerte Liebe zum Detail. Bei den Lautsprechern greift BQ auf den bekannten Trick zurück, die Hörmuschel zu einem Lautsprecher umzufunktionieren, die zusammen mit dem Lautsprecher an der Unterseite dann das Stereo-Paar ergibt. Das Resultat lässt sich jedenfalls hören. Musikfreunde dürften sich zudem über den vorhandenen 3,5mm-Klinkenstecker freuen.

Beim Display finde ich ebenfalls kaum Kritikwürdiges. Es löst mit einer (gestreckten) Full-HD Auflösung auf (1080 x 2160 Pixel) und kommt damit auf eine angenehme Schärfe von über 420 PPI. Auch die Bildqualität stimmt: Der Schwarzwert gefällt mir gut, die Farbdarstellung ist LCD-typisch angenehm unaufdringlich und auch die Blickwinkel stimmen. Farbverzerrungen bei seitlicher Betrachtung, wie bei OLED-Displays nicht selten, konnte ich nicht feststellen. Die typischen Nachteile eines LCD-Displays kann BQ aber natürlich auch nicht wegzaubern. Allen voran die im Verhältnis zu OLED-Displays verminderte Reaktionsgeschwindigkeit merke ich – wie so oft – auch beim Aquaris X2. Scrolle ich schnell durch kontrastreiche Texte, ist eine gewisse Unschärfe nicht zu übersehen. Laut BQ soll das Display allerdings 650 nits Helligkeit schaffen. Das wäre ein echter Spitzenwert. Natürlich konnte ich das nicht nachmessen, aber ich gebe zu, dass das Display bemerkenswert hell wird und ich zu keinem Zeitpunkt Probleme hatte, den Bildschirm drinnen wie draußen abzulesen oder es überhaupt auf maximale Helligkeit stellen musste. Alles in allem verbaut BQ hier also ein sehr gutes LCD-Panel.

Ist optisch, technisch und haptisch also alles gut? Nein, aber meine Kritikpunkte beschränken sich wirklich auf Details. So konnte BQ leider nicht darauf verzichten, sein Logo auf den unteren Displayrahmen zu drucken. Die im Halbkreis angeordneten silbernen Punkte fallen jedenfalls in meiner schwarzen Version eher störend auf (ganz davon abgesehen, dass das Logo auch nicht gerade ein Hingucker ist). Auch bin ich überhaupt kein Fan von Front-LED-Blitzen. Da ich Front („Selfie“) Kameras ohnehin kaum nutze, ärgere ich mich nur über die optisch auffallenden weißen LEDs oberhalb des Displays. Logo und LED-Blitz machen die Front eher unruhig, finde ich. Andererseits hätte dem Gerät etwas mehr Kontrast durchaus gut getan. Die matt-schwarze Rückseite hebt sich beispielsweise nur unwesentlich vom matt-schwarzen Rahmen und der dunklen Front hab. Ein etwas hellerer Rahmen hätte den sehr schlichten Look da vielleicht auflockern können. Bei der weißen Version hätte ich mir zudem gewünscht, das BQ die Front schwarz lässt. Und schließlich wäre da noch die Benachrichtigungs-LED, die BQ in ungewohnter Weise am unteren Displayrand verbaut hat, statt – wie üblich – oben neben der Frontkamera. Aber wie gesagt: Das sind alles eher Kleinigkeiten und wohl auch persönliche Geschmacksfragen.

Bedienung und Performance im Alltag

Im Inneren des Aquaris X2 arbeitet ein Snapdragon 636 zusammen mit entweder 3 oder 4 GB RAM sowie 32 oder 64 internem Speicher (mir stellte BQ die 3/32 GB Version zur Verfügung). Das ist gleichzeitig auch der andere Unterschied zur Pro Version, denn dort verbaut BQ einen schnelleren Prozessor (den Snapdragon 660) und wahlweise 4 oder 6 GB RAM samt mehr internem Speicher.

Den Snapdragon 636 (im X2) und den 660 (im X2 Pro) unterscheidet im Grunde nur die Taktrate der acht CPU Kerne sowie die Grafikleistung. Wie sich beide im Alltag voneinander unterscheiden kann ich zwar nicht vergleichen, da ich das Pro Modell bisher nicht testen konnte. Aber nach nun mehreren Wochen Nutzung kann ich jedenfalls keine durchgreifende Kritik am Bedienerlebnis des Aquaris X2 äußern. Das System läuft sauber, stabil und flott. Nur, wenn man das Gerät erheblichen parallelen Rechenaufgaben aussetzt, merkt man, dass man ein Midrange-Smartphone nutzt. So kommt das X2 z.B. hin und wieder nach einem Neustart ins Stocken, wenn parallel die SD-Karte erkannt werden muss, ein paar Updates installiert werden wollen und Hintergrund-Apps in den Arbeitsspeicher geladen werden. Abgesehen davon, bedient sich das X2 jedoch angenehm und unauffällig.

Die sparsame CPU sorgt – wohl auch in Kombination mit der nicht übertriebenen Auflösung und Displaygröße – insgesamt allerdings dafür, dass der 3100mAh große Akku lobenswert lange durchhält. Über 5 h Display-On-Time bekam ich problemlos zustande und dank Quick Charge 4+ ist der Akku auch in Windeseile voll (wobei BQ nur ein Quick Charge 3 fähiges Ladegerät beilegt). Drahtloses QI-Laden unterstützt das X2 hingegen nicht. Zwar sagen Benchmark praktisch nichts über das eigentliche Bedienerlebnis aus, aber zur Illustration der erreichten Leistungs- und Akkuwerte hier ein paar Zahlen aus Geekbench sowie meine teilweise erreichte Akkulaufzeit:

Mit der Bediengeschwindigkeit eines Pixel 2 (XL) kann das X2 aber natürlich nicht mithalten und das obwohl auch die Software des X2 direkt von Google stammt. Denn auf dem X2 läuft – erstmals bei BQ – Android One (Details in meinem Test zum Xiaomi Mi A1). Das Aquaris X2 ist nach dem Xiaomi Mi A1 und dem Nokia 6.1 nun das dritte Smartphone mit Android One, das ich hier im Blog testen durfte. In Sachen Performance muss ich zugeben, dass sich mittlerweile doch etwas Enttäuschung breit macht. Das unverfälschte Android One und der direkte Software-Support von Google hatten mich eigentlich hoffen lassen, Android One Smartphones würden sich in Sachen Bediengeschwindigkeit spürbarer von der Konkurrenz absetzen. Das ist in der erhofften Deutlichkeit aber nicht der Fall. Vielleicht hätte dem X2 aber auch einfach ein bisschen mehr RAM (ich habe wie gesagt die 3 GB Version getestet) gut getan. Das soll nicht heißen, dass das X2 nicht vollkommen zufriedenstellend im Alltag läuft. Es ist nur eben nicht so, dass Android One Smartphones automatisch Spitzenwerte wie die Pixel Geräte von Google erreichen.

Software und Updates

Auf dem BQ läuft seit Auslieferung im Juni 2018 Android 8.1 („Oreo“) und zwar – dank Android One – weitgehend ohne Anpassungen des Herstellers BQ. Es gibt also den puren Google Look und alle vorinstallierten Apps aus dem Google Ökosystem (mitsamt den entsprechenden weitreichenden Datenzugriffen von Android/Google). Rein optisch unterscheidet die Software praktisch nichts von den Google Pixel Smartphones. Einzig die Kamera App sowie eine App für den hauseigenen Premium Support („BQ Plus“) installiert BQ werkseitig aus zusaätzlich. Wie üblich muss man jedoch mit der „Launcher 3“ Oberfläche (die BQ scheinbar in BQ Launcher umbenannt hat)  Vorlieb nehmen, denn den Google Pixel Launcher behält Google weiterhin den Pixel Smartphones vor. Ansonsten findet man ein pures, reines Google Android, wie es auf allen Android One zertifizierten Geräten der Fall ist. Das Wichtigste dabei: Das Versprechen, dass das Gerät längerfristig Updates erhalten soll.

Letzeres hat BQ auch schon angekündigt. Das Aquaris X2 soll – wie viele andere Smartphones von BQ – ein Update auf Android 9.0 („Pie“) bekommen. So berichten jedenfalls deutsche Techblogs wie Caschys Blog oder Mobiflip (Leseempfehlung an dieser Stelle). Woher diese News stammen, konnte ich allerdings nicht aufklären. Eine entsprechende offizielle Pressemitteilung verlinkt keine der Seiten. Ich kann natürlich auch nicht vorhersehen, wie schnell BQ sein Versprechen wahr macht. Da das Aquaris X2 aber mit Android 8 („Oreo“) ausgeliefert wurde, muss das Smartphone eigentlich gemäß den Google Vorgaben Project Treble unterstützen. Außerdem ist es wie gesagt das erste Smartphone mit Android One. Beides sollte – theoretisch – das Ausrollen von Android 9 „Pie“ erheblich vereinfachen und beschleunigen. Ich würde mich freuen, wenn wir das Update eher in den kommenden Wochen statt in den kommenden Monaten sehen.

Aus eigener Anschauung kann ich nur beurteilen, wie sich das X2 in den sechs Wochen Testzeit geschlagen hat. Und da kann ich leider nur einen etwas gemischten Eindruck weitergeben. Vor allem beim Ausrollen der monatlichen Sicherheitspatches scheint mir noch Luft nach oben, Mich erreichte es im Juli nämlich mit dem Mai 2018 Sicherheitspatch und es dauerte bis Anfang August bis BQ ein erstes Update ausrollte, das aber lediglich den Patch aus Juli 2018 enthielt. Das beinhaltete dann allerdings auch noch einmal spürbare Verbesserungen der Performance und der Zuverlässigkeit des Fingerabdrucksensors.

Aktuell werde ich aus Android One deshalb nicht so richtig schlau. Als ich das Xiaomi Mi A1 letzten November getestet habe, hieß es auf der offiziellen Google-Supportseite noch, dass sich alle Android One zertifizierten Hersteller gegenüber Google zu 18 Monaten Updates verpflichtet hätten. Diese Infos finde ich auf der Supportseite nun allerdings nicht mehr. Im Internet Archive kann man den Hinweis aber noch finden. Das Ganze macht mich derzeit leider etwas skeptisch. Da das BQ Aquaris X2 zeitlich so nah zum finalen Release von Android 9 („Pie“) noch mit Android 8.1 („Oreo“) in den Verkauf ging, hoffe ich doch sehr, dass das derzeit angekündigte Update auf Android 9 („Pie“) nicht auch das letzte Update für dieses gelungene Gerät von BQ sein wird.

Ansonsten zeigt sich Android One auf dem X2 nämlich in – wie üblich – guter Form: Reines Android ohne Schnickschnack im puren Google Look mit guter Performance. Mit dem Rootless Pixel Launcher (den es seit Kurzem auch direkt im Playstore gibt) ist das X2 sogar im Handumdrehen in Sachen Software-Look und Bedienung in ein Mini Pixel verwandelt.

Die Kamera(s)

Das X2 verwendet die identische Kamera-Hardware wie die Pro Version und bietet eine zeitgemäße Hauptkamera mit zusätzlicher zweite Linse für Tiefen (Bokeh) Effekte. Bei der Kamera-Software (wie gesagt ist die Kamera-App eine der einzigen beiden Apps, die BQ auf dem Gerät mitliefert) orientiert sich BQ weniger an der intuitiven Google Standard Kamera, sondern versucht sich an einer ähnlichen Horizontalen-Wisch-Steuerung wie bei der iPhone Kamera-App. Gut zu verstehen ist sie trotzdem und startet per Doppel-Klick auf die Standby-Taste auch sehr flott. Die im Automatik-Modus geschossenen Fotos sind für meinen Geschmack aller Ehren wert. Egal ob drinnen oder draußen: Die Kamera zeigt wenig Grund zur Kritik.

Der Bokeh-Effekt im Portrait-Modus geht auch in Ordnung, kann aber mit dem phänomenalen Unschärfe-Effekt der Google Pixel Smartphones (trotz extra Linse beim X2) nicht mithalten. Wer will, kann sich natürlich auch eine (inoffizielle) Portierung der Google Kamera nachinstallieren. Im Vergleich hatte das bei mir aber keine Auswirkungen auf die Bildqualität. Insgesamt hatte ich im gesamt Testzeitraum letztlich nie mit dem Gefühl zu kämpfen, eine nicht ausreichende Kamera dabei zu haben. BQ liefert meiner Meinung nach insgesamt also auch bei den Hauptkameras wirklich gelungene Hardware. Zu der Frontkamera kann ich wie üblich nicht viel sagen. Ich nutze Frontkameras nie und habe sie bei meinen eigenen Geräten aus Datenschutzgründen zumeist sogar abgeklebt.

Zusammenfassung und Konkurrenzsituation

Was ist nun also vom Aquaris X2 zu halten? Auf der Haben-Seite würde ich das gelungene zeitgemäße Design verbuchen. Insbesondere diejenigen unter euch, die keine Lust auf 6 Zoll Flundern haben, bekommen ein fast noch handhabbares Gerät mit guter Leistung, guter Kamera, toller Akkulaufzeit sowie purem Android. Bei den Gegenargumenten fallen mir eigentlich nur ein paar Details ein wie die optisch etwas zu unruhige Front mit Logo, LED-Blitz usw. Auch die derzeit etwas undurchsichtige Update-Situation bei Android One könnte man als Kritikpunkt anbringen, aber dafür ist es im Grunde noch zu früh. Isoliert betrachtet ist das BQ Aquaris X2 für mich daher tatsächlich das beste Android One Smartphone, das ich bisher genutzt habe. Das liegt für mich vor allem an der handlichen Größe, der zuverlässigen Kamera und der insgesamt guten Performance. Ich würde es der Android One Konkurrenz jedenfalls rein äußerlich vorziehen und hätte keine Bedenken, es auf Anfragen auch meine Bekannten und Freunde zu empfehlen.

Der größte Kritikpunkt dürfte letztlich der Preis sein. Und zwar weniger, weil das X2 seine 300 € nicht wert ist. Im Gegenteil: Ich fühle mich deutlich wohler damit, für 300 € das Aquaris X2 zu empfehlen, als eine Durchschnitts-Samsung-Gurke aus dem gleichen Preissegment, das schon wenige Monate nach Marktstart keine Software-Updates mehr bekommt. Die größere Konkurrenz sehe ich derzeit eher aus Fernost in Form von Huawei & Co. Das neue Xiaomi Mi A2 ist gerade erst erschienen und bereits für 220 € direkt bei Amazon zu erwerben. Es bietet – typisch Xiaomi – absurde gute Hardwareausstattung und kommt ebenfalls mit reinem Android One daher. Rein auf dem Datenblatt kann ich daher verstehen, wenn jmd. lieber zum Mi A2 greift, denn Xiaomi bietet dort im Grunde die Technik des X2 Pro (4 GB RAM / 64 GB Speicher und Snapdragon 660) zum fast halben Preis. Allerdings ist das Mi A2 mit 6 Zoll auch deutlich unhandlicher, es gibt keinen Klinkenstecker und auch die Stereo-Lautsprecher fehlen. Trotzdem: Preislich bringt die Fernost-Konkurrenz die europäischen Geräte von BQ oder auch Nokia natürlich ins Schwitzen.

Es zeigt sich letztlich jedenfalls, dass Android One eines geschafft hat: Er macht die Software- und Updatesituation zur Nebensache und ermöglicht den Käuferinnen, die Smartphones einfach nach Design-Vorlieben und Preis/Leistung auszusuchen. Ob das Aquaris X2 dabei den Vorzug erhält, bleibt euch überlassen. Eines steht für mich mittlerweile auf jeden Fall fest: Wer heute ein Android-Smartphone kauft, sollte nur noch Android One Geräte in die Auswahl nehmen. Das X2 gehört für mich dabei auf jeden Fall in die engere Auswahl und ich hoffe sehr, dass sie sich BQ in Sachen Softwaresupport in Zukunft von seiner besten Seite zeigen werden.

See you in the comments.

2 Kommentare
  1. DMM

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